nur noch funktionieren und sich selbst nicht mehr spüren, mit Gudrun Marquardt

Wenn du nur noch funktionierst und dich selbst nicht mehr spürst

Wenn du nur noch funktionierst

Wenn du nur noch funktionierst, merkst du es oft nicht sofort.

Du gehst durch deinen Tag.
Du erledigst, was getan werden muss.
Du bist da – und gleichzeitig irgendwie nicht.

Von außen wirkt alles normal.

Doch innerlich fühlt es sich anders an.

Leise.
Abgeschnitten.
Fast so, als wärst du nicht mehr ganz verbunden mit dir selbst.

Viele Menschen erleben genau diesen Zustand, ohne ihn klar benennen zu können.

Sie funktionieren.
Aber sie spüren sich nicht mehr.

Sich selbst nicht mehr spüren

Wenn du dich selbst nicht mehr spürst, verändert sich etwas.

Nicht unbedingt sichtbar.
Nicht unbedingt plötzlich.

Aber spürbar.

Du reagierst mehr, als dass du fühlst.
Du handelst, ohne wirklich dabei zu sein.
Du gehst weiter, obwohl etwas in dir längst müde geworden ist.

Dieses Gefühl entsteht oft nicht von heute auf morgen.

Es entwickelt sich.

Schritt für Schritt.

Vielleicht durch Zeiten, in denen du stark sein musstest.
Vielleicht durch Situationen, in denen es keinen Raum für dich gab.

Und irgendwann wird daraus ein Zustand:

Du funktionierst –
aber du bist dir selbst nicht mehr nah.

Warum du nur noch funktionierst

Es gibt Gründe, warum du nur noch funktionierst.

Nicht, weil du schwach bist.
Sondern weil du stark warst, als es notwendig war.

Du hast Verantwortung übernommen.
Du hast durchgehalten.
Du hast weitergemacht.

Und genau das hat dich getragen.

Doch diese Art zu leben hat auch eine Seite, die oft übersehen wird.

Wenn du lange funktionierst,
verlernst du manchmal, innezuhalten.

Du verlierst den Kontakt zu deinen eigenen Bedürfnissen.
Zu deinen Gefühlen.
Zu deinem inneren Raum.

Nicht bewusst.

Sondern leise.

Der Moment der Ehrlichkeit

Irgendwann kommt ein Moment.

Kein großer Zusammenbruch.
Kein dramatischer Wendepunkt.

Sondern etwas Kleines.

Ein Gedanke.
Ein Gefühl.
Ein leises Wahrnehmen:

So wie es gerade ist, fühlt es sich nicht mehr richtig an.

Und genau dieser Moment ist wichtig.

Nicht, weil er alles verändert.

Sondern weil er ehrlich ist.

Der Weg zurück beginnt leise

Wenn du nur noch funktionierst, brauchst du keine sofortige Lösung.

Du musst nicht alles ändern.
Du musst nicht stark sein.

Vielleicht reicht es,
für einen Moment stehen zu bleiben.

Dich selbst wieder zu spüren.

Ohne Druck.
Ohne Erwartungen.

Einfach nur wahrnehmen:

Wie geht es mir wirklich?

Dieser Moment ist kein Ziel.

Aber er ist ein Anfang.

Ein leiser Schritt zurück zu dir.

dich innerlich verloren zu fühlen – obwohl dein Leben funktioniert.

Lies hier weiter:
Warum du dich innerlich verloren fühlst – obwohl dein Leben funktioniert

Wenn du tiefer gehen möchtest,
findest du in meinem Buch „Achtsamkeit – Die Rückkehr zu dir“ weitere Impulse für diesen Weg.

Zu meinen Büchern