Frau fühlt sich innerlich erschöpft und nachdenklich am Fenster, mit Gudrun Marquardt

Warum du innerlich erschöpft bist – und was dir wirklich deine Energie raubt

Es gibt eine Form von Erschöpfung, die man nicht sofort sieht.

Du funktionierst.
Du erledigst deine Aufgaben.
Du bist da – für andere, für den Alltag, für das, was getan werden muss.

Und trotzdem ist da diese Müdigkeit.

Nicht nur körperlich.
Sondern tiefer.

Eine innere Schwere, die sich nicht einfach ausschlafen lässt.

Vielleicht hast du schon versucht, dich zu motivieren.
Dir gesagt, dass du dich nur zusammenreißen musst.
Dass es anderen auch so geht.

Doch diese Art von Erschöpfung entsteht nicht, weil du zu wenig Kraft hast.
Sondern oft, weil du zu lange gegen dich selbst gearbeitet hast.

Du hast dich angepasst.
Dich zurückgenommen.
Funktioniert, obwohl etwas in dir längst müde war.

Und je länger das anhält, desto leiser wird deine eigene Stimme.

Bis du sie irgendwann kaum noch hörst.

Innere Erschöpfung bedeutet nicht, dass du schwach bist.
Sie bedeutet, dass du zu lange stark warst – auf eine Weise, die dich von dir entfernt hat.

Vielleicht hast du Grenzen überschritten.
Deine eigenen.

Vielleicht hast du Dinge getragen, die nie wirklich deine waren.

Oder du hast dich selbst immer wieder hinten angestellt.

Nicht aus Schwäche.
Sondern, weil du es gelernt hast.

Weil es notwendig war.
Weil es einfacher schien.
Weil es von dir erwartet wurde.

Doch dein System vergisst nicht.

Dein Körper.
Dein Inneres.
Deine Gedanken.

Sie zeigen dir irgendwann, dass etwas nicht mehr im Gleichgewicht ist.

Nicht laut.
Nicht dramatisch.

Sondern in Form von Müdigkeit.
Erschöpfung.
Leere.

Der Weg daraus beginnt nicht damit, dass du noch mehr tust.

Sondern damit, dass du aufhörst, gegen dich zu arbeiten.

Dass du beginnst, hinzuhören.
Wahrzunehmen.
Ernst zu nehmen, was in dir ist.

Vielleicht ist es ungewohnt, langsamer zu werden.
Vielleicht fühlt es sich sogar falsch an.

Doch genau dort beginnt Veränderung.

Nicht im Druck.
Sondern in der Erlaubnis.

Du musst nicht sofort alles verändern.
Du musst nicht funktionieren wie zuvor.

Es reicht, wenn du beginnst, dich selbst wieder mitzunehmen.

Schritt für Schritt.

Zurück in einen Zustand, in dem du dich nicht nur bewegst –
sondern wieder spürst.

Vielleicht kennst du auch das Gefühl, dich verloren zu fühlen…“ → Link zu Blog 1

Wenn du dich in diesen Zeilen wiederfindest:
In meinem Buch Achtsamkeit – Die Rückkehr zu dir begleite ich dich noch tiefer auf diesem Weg – ruhig, ehrlich und ohne Druck