Heller Weg als Symbol für Motivation, Fortschritt und die Entscheidung, trotz fehlender Ergebnisse nicht zu früh aufzugeben.

Vielleicht bist du viel näher dran, als du denkst

Ich kenne diese Momente.

Du hast etwas angefangen. Warst voller Energie. Hast dir vorgestellt, was daraus werden könnte.

Und dann passiert erst einmal – wenig.

Kein großer Durchbruch. Kein Zeichen, das dir sagt:

Ja, genau so. Weiter!

Und plötzlich sieht das, was vor ein paar Tagen noch nach Aufbruch aussah, ziemlich unspektakulär aus.

Genau an diesem Punkt habe ich früher oft angefangen zu zweifeln.

Vielleicht war es doch keine gute Idee.

Vielleicht kann ich es einfach nicht.

Vielleicht sollte ich etwas verändern.

Und manchmal habe ich tatsächlich verändert.

Neue Idee. Neuer Plan. Neuer Anfang.

Es fühlte sich sogar gut an.

Denn ein neuer Anfang hat Energie.

Weitermachen ist leiser.

Das Spannende passiert oft, bevor wir es sehen

Heute denke ich darüber anders.

Denn woher wissen wir eigentlich, wie nah wir schon an einer Veränderung sind?

Wir sehen:

Noch nicht geschafft.

Noch nicht angekommen.

Noch nicht genug.

Aber wir sehen nicht immer, was längst passiert.

Vielleicht fällt dir etwas heute schon leichter als vor vier Wochen.

Vielleicht hast du etwas gelernt, das du früher nicht konntest.

Vielleicht reagierst du in einer Situation anders.

Vielleicht hast du zum ersten Mal Nein gesagt, wo du früher wieder nachgegeben hättest.

Vielleicht hast du angefangen zu schreiben.

Vielleicht bewegst du dich wieder mehr.

Vielleicht arbeitest du an einer Idee, von der außer dir noch kaum jemand etwas weiß.

Vielleicht liest noch kaum jemand, was du schreibst.

Vielleicht sieht noch niemand, was du aufbaust.

Aber du baust.

Und das ist nicht nichts.

Du brauchst heute keinen neuen Anfang

Vielleicht ist das die Ermutigung, die ich selbst viel früher gebraucht hätte:

Du musst nicht jedes Mal neu anfangen, wenn etwas noch nicht so aussieht, wie du es dir vorgestellt hast.

Du darfst einem Weg Zeit geben.

Du darfst unterwegs lernen.

Du darfst schlecht anfangen und besser werden.

Du darfst Fehler machen und trotzdem weitermachen.

Du darfst einen langsamen Tag haben, ohne daraus zu schließen, dass du dein Ziel nicht erreichen wirst.

Und vor allem:

Du musst nicht jeden Tag beweisen, dass du es schaffen wirst.

Manchmal reicht es, dass du heute wiederkommst.

Dass du die nächste Seite schreibst.

Den nächsten Schritt machst.

Die nächste Entscheidung für dich triffst.

Nicht perfekt.

Nicht spektakulär.

Aber weiter.

Stell dir einmal vor …

… du würdest diesmal nicht wieder alles infrage stellen.

Du würdest nicht nach jedem kleinen Rückschlag die Richtung wechseln.

Du würdest dir nicht ständig erzählen, dass andere schneller sind.

Du würdest dir Zeit geben.

Nicht Zeit zum verbissenen Durchhalten.

Sondern Zeit zum Lernen.

Zum Ausprobieren.

Zum Besserwerden.

Zum Hinfallen und Wiederaufstehen.

Wo könntest du dann in einem Jahr stehen?

Das weißt du heute noch nicht.

Und genau darin liegt auch etwas Schönes.

Vielleicht wartet dort etwas auf dich, das du heute noch gar nicht sehen kannst.

Vielleicht wirst du irgendwann zurückblicken und erkennen, dass ausgerechnet diese unscheinbaren Tage wichtig waren.

Die Tage, an denen niemand applaudiert hat.

An denen noch nichts fertig war.

An denen du selbst noch nicht wusstest, ob etwas daraus wird.

Aber du bist trotzdem weitergegangen.

Mach heute weiter

Nicht irgendwann.

Heute.

Nicht mit allem.

Mit einer Sache.

Mit der Sache, von der du tief in dir weißt, dass sie dir wichtig ist.

Gib ihr heute noch einmal zwanzig Minuten.

Schreib die Seite.

Mach den Spaziergang.

Lern weiter.

Schick die Anfrage.

Arbeite an deiner Idee.

Sag das Nein.

Oder sag endlich das Ja.

Nicht weil du garantieren kannst, dass alles funktioniert.

Sondern weil du dir selbst die Chance geben möchtest, herauszufinden, was möglich wird, wenn du diesmal nicht zu früh aufhörst.

Vielleicht bist du noch nicht am Ziel.

Na und?

Du bist unterwegs.

Und vielleicht bist du viel weiter, als du dir gerade zugestehst.

Du brauchst heute keinen neuen Anfang.

Du brauchst nur den nächsten Schritt.

Herzlichst
Gudrun Marquardt

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